2000

Im Hochland

In the highlands

Abstecher zu den schönsten "Enden" Islands
Die Jubiläumstour 2000 entwickelte sich sehr schnell zu einer Fahrt an die schönsten "Enden" Islands. Viele Sackgassen boten sehr lohnenswerte Ziele. Der Hanomag hat auch die zehnte Islandreise unbeschadet überstanden. 

     13. Juli 2000

Abfahrt in Neuhaus gegen 9.15 Uhr. Ohne Staus fahre ich bis zur Ausfahrt Solingen- und daran vorbei. Das ist aber leider zu weit und so geht es auf der Landstrasse zurück nach Langenfeld. Der Golf wird bei Renate und Jürgen zwischengeparkt.

Um 18.30 Uhr fährt die S-Bahn ab Hilden Süd bis zur Endstation am Flughafen Düsseldorf. Der LTU Bomber fliegt ab Terminal E99. Nach zwei Murphys starten wir pünktlich gegen 21.30 Uhr und setzen um 22.41 Uhr isländischer Zeit in Keflavik auf.

Das Gepäck läßt etwas auf sich warten. Nun aber raus zum Flybus. Denkste- die Busse streiken und so fahren wir mit dem Sammeltaxi für 1000 IKR pro Person in die Stadt. An der Jugendherberge beim Campingplatz die nächste Überraschung. Mein Name steht nicht auf der Übernachtungsliste. Schließlich bekomme ich doch eine Koje im 2. Stock Zimmer 1 zugeteilt. Schnarch, schnarch.

     14. Juli 2000

Die Sonne scheint durch das Fenster. Ein Erdverdichter bringt das ganze Gebäude zum Erzittern. Nach einem Kaffee marschiere ich den kurzen Weg hinunter in den Hafen. Die Formalitäten haben sich leicht geändert und der Zoll wurde etwa einen Kilometer verlagert- also ein weiterer Fußmarsch mit einem Motorradfahrer und einem Landcruiserfahrer. Ziemlich locker werden die Papiere ausgefüllt und wiederum unkontrolliert verlassen wir nach Zahlung von 16860 IKR Dieselsteuer das Gelände.

Nun heißt es das Fahrzeug aufrüsten und alles richtig verstauen. Das Wetter passt- 20 °C und Sonne pur. Nach und nach füllt sich der Campingplatz. Nur ein kurzer Gang zum 250 m entfernten Supermarkt unterbricht die „Langeweile“ und so lege ich mich noch etwas übermüdet recht früh auf´s Ohr.

     15. Juli 2000

Nachts fängt es an zu stürmen. Gegen 9.15 Uhr breche ich auf in Richtung Flughafen. Der Sturm bremst den Vorwärtstrieb des Hanomag gewaltig. Teilweise fährt er bei vollem Gegenwind gerade mal 35 km/h. Die Seitenscheiben machen auf isländisch. Kleinere Undichtigkeiten und es bilden sich spritzende Geysire und jede Menge Wasserblasen, die der Wind nach innen treibt.

Vorbei an der blauen Lagune und Grindavik zuckle ich durch endlose Lavafelder. Bei Reykjanesviti steht im Hintergrund ein Leuchtturm und ich parke auf einem Lavaplateau vor kleineren Vogelfelsen etwa 50 m vom tobenden Meer entfernt. Es stürmt und regnet. Zurück bis zur 425 brüten viele Möwen und Seeschwalben.

In Keflavik beginnt um 15 Uhr die rush hour. Flugzeuge aus allen Teilen Europas treffen ein. Oslo landet um 15.34 Uhr. Im Regen und Sturm fahren wir zurück nach Reykjavik und bis Mosfellsbaer. Dort zweigt die 36 ab in Richtung Thingvallavatn. In der Allmännerschlucht wird etwas Kunst ausgestellt und man baut einen neuen Holzsteg, der den Oxarafoss fast zudeckt. Für 1000 IKR bleiben wir auf der europäischen Seite der Kontinentalplatten- etwa 100 m entfernt von Amerika.

     16. Juli 2000

Die touristischen Pflichten rufen und sie scheinen auch bei vielen anderen gerufen zu haben. „Unmengen“ Leute bevölkern Thingvellir und starren in die tiefen, mit Wasser und Münzen gefüllten,  Lavaspalten.

Wir umrunden den See und nehmen teil am „Golden Circle“ Tourismus. Am Geysir steht der Hanomag neben einem 6,5l Hummer Berserk- nicht schlecht das Teil. Mit dem Aussteigen fängt es verstärkt an zu regen- Fisselregen der gemeinsten Art. Am Strokkur hat sich eine grössere Menschenmenge versammelt und erwartet dessen Ausbruch. Als dieser endlich kommt und alle bereits völlig durchnässt sind, hebt die Fontäne sich kaum vom Einheitsgrau des Himmels ab. Das weiter oben gelegene „blaue Auge“ ist in keinster Weise blau, aber der grosse Geysir zeigt wenigstens ein bißchen Leben und sprudelt etwa fünf Meter hoch.

Am Gullfoss treffen wir sie alle wieder, wo wir durch die aufsteigende Gischt erneut nass gemacht werden. Schwer vermummte, in Regenkleidung gepackte Touristenscharen bewundern den heute nicht allzu „goldenen“ Wasserfall. Im Norden soll das Wetter besser sein, deshalb fahren wir einige Kilometer nordwärts bis zum Abzweig an den Hagavatn.

Nach 15 km errreicht man eine Hütte und der Weg geht durch einen kleinen, trüben Fluss und viel Endmoräne bis zum Abfluss des Gletschersees. Die Fahrspuren der Isländer führen weiter auf einen steil oben liegenden Parkplatz- ich beschließe den Weg als unfahrbar einzustufen. Die kleine Brücke über den Abfluss des Gletschersees ist verschwunden, aber der Blick zurück durch den Abfluss zeigt den Hanomag in voller Grösse. Mächtig donnert der Wasserfall und für etwa zwei Minuten zeigt sich die Sonne- also ein Sonnentag.

Minivulkan in Hveravellir

Mini vulcano in Hveravellir

     17. Juli 2000

Ich glaub ich steh im Nebel. Der kleine, trübe Fluss kurz vor der Hagavatn Hütte ist für längere Zeit die grösste Abwechslung- ansonsten fährt man über eine leichte Rumpelpiste mit Nebel und erneutem Fisselregen.

An der Kerlingarfjöllkreuzung erzeugt ein altes Stahlgestell mit vielen Löchern eine regelrechte Hochlandsymphonie. Vor der Hofsjökullumrundung wird nach wie vor dreisprachig vor Treibsand und viel Wasser gewarnt. Doch es gibt einen Lichtblick am Horizont und der steht in Form der Sonne genau über Hveravellir. Das Solfatarengebiet ist wie immer genial und auch ein 1,5 stündiges Bad im 40 °C warmen Pool kommt nicht schlecht. Ansonsten wechseln sich Sonne, Regen, Sturm und ein Regenbogen ab.

     18. Juli 2000

Es stürmt weiterhin was das Zeug hält und Regenschauer mit Sonne und Regenbogen überziehen den Platz. Unsere Nachbarn bauen mit 15 Mann / Frau ihre Zelte ab. Nach dem Bezahlen von 600 IKR und einem letzten Gang über das sturmumtoste Solfatarenfeld verlassen wir den „ungastlichen“ Ort.

Bereits kurz nach dem Erreichen der Kjölur reißt der Himmel auf  und es wird zusehends blauer. Die Strecke ist sehr gut ausgebaut und vorbei am Kraftwerk kommt man auf die Ringstrasse. Varmahlid ist immer einen kurzen (Tank)stop wert. Die 76 führt nordwärts entlang der Küste bis nach Siglufjördur. Ein kurzer Tunnel und der Ort des Herings ist erreicht. Das örtliche Museum zeigt alles aus der Blütezeit des Heringfangs. Im kleinen Hafen liegen einige Boote und Schiffe vor malerischer Bergkulisse. Der anschließende Leuchtturm leuchtet geradezu in der Sonne.

Über die 82- einem leicht ansteigenden Hochtal, kommt man nach Olafsfjördur und durch einen weiteren 3,4 km langen Mulagöngur (Tunnel) an den Eyjafjördur mit der alten Paßstrasse und 5 Sterne Aussichtsplattform. Ein weißer Dampfer dampft in Richtung Norden und verschwindet in den Wolken. Die Stühle werden ausgepackt und es sitzt sich gut in der Sonne hoch über dem Fjord. Kurz vor Mitternacht geht die Sonne unter und auf der anderen Seite der Vollmond auf.

     19. Juli 2000

Wir bestreiten ein Wettrennen mit dem Frachter Bakkafoss von Eimskip- wir zu Lande und das Containerschiff im Wasser. Dalvik und Akureyri am Ende des Fjordes sind schnell erreicht. Supermarkt, Tankstelle und der obligatorische Gang durch die Fußgängerzone- dazu eine „Gedenkminute“ in Akureyri East Beach.

Die Ringstrasse sowie die 83 führt auf der Ostseite des Fjords entlang. Wir folgen der 835 nach Osten, um dann auf die Sackgasse in das Flateyjardalur abzubiegen. Das Tal liegt maximal 230 m hoch und führt durch schneebedeckte Berge, Buckelwiesen und am Ende immer am Fluss entlang. Die Meeresbucht wird von einem Kieselstrand gebildet und eine steile Auffahrt, die bereits von weitem zu sehen ist, führt zu einem abfallenden Kamm mit Blick auf die vorgelagerte Insel Flatey.

„Oben ist ein Aussichtspunkt- wenn sie mit dem Fahrzeug da hoch kommen“!? So der Kommentar eines deutschen Touristen. Wir sind hochgekommen. Da es ziemlich bläst fahren wir zurück ins Tal. Wir stoppen in einem kleinen Seitental mit zweiarmigem Wasserfall, Wiese und Schneebergen im Hintergrund.

     20. Juli 2000

Wir verlassen unser kleines Seitental und fahren über die 835 zur Ringstrasse bis zum Godafoss. Es ist ziemlich bewölkt und so will ich wieder durchstarten. Leider „hängt“ der Anlasser und läßt sich nur mit ein paar Hammerschlägen zum Start bewegen.

Wir nehmen noch zwei abgekämpfte Wanderer aus dem Hochland mit und erreichen schließlich den Campsite am Myvatn. Nun ist „Tourist Watching“ bei Namaskard angesagt. Bus auf Bus folgt und die Leute marschieren im Gänsemarsch über das Solfatarenfeld. Der nächste Stop ist am Viti an der Krafla. Es stürmt „höllisch“ und der Sand und kleinere Steine fliegen wie in einem Gebläse durch die Luft. Hinter einem kleinen Solfatarenfeld wurde eine neue Bohrstelle für Wasserdampf angelegt. Der Überdruck strömt mit infernalischem Lärm ins Freie, die Dampfrohre singen in den höchsten Tönen und der Sturm bläst die weißen Dampfschwaden horizontal über den Boden.

Nach kurzer Fahrt steht man am Parkplatz zum Lavafeld Leirhnjukur. Frische Lava in allen möglichen Formen und teils auch Farben dampft noch immer vor sich hin. Man wähnt sich auf dem Mond. Nun aber geht es zurück auf den Campsite. Im 2. Stock wird das Domizil aufgeschlagen, mit schönem Blick auf den See.

     21. Juli 2000

In Dimmuborgir laufen wir den kleinen Rundgang durch das Lavalabyrinth ab. Mächtige Türme aus Lava und dazwischen niedrige Birkenhaine sowie Höhlen und begehbare Löcher wechseln sich ab. Der Trip dauert etwa eine Stunde.

Danach steigen wir kurz in die Lavagrotte Storagja und halten den Finger in den milchig trüben, warmen See auf dem Weg nach Namaskard. Das Wasser hat schätzungsweise 30 °C und teilweise baden Leute darin. In Namaskard treffe ich Markus mit Unimog und wir fahren gemeinsam auf der F862 an den tosenden Dettifoss. Ein weiterer Abstecher führt zum Hafragilsfoss mit Blick in den Jökulsa Canyon. Da die Direktverbindung Dettifoss / Krafla auf der Kraflaseite gesperrt ist, lassen wir diese aus.

Zurück auf dem Campingplatz sitzen wir im Hano und betrachten vorerst von innen und dann vom angrenzenden Hügel das Schauspiel eines echten  Myvatn Sonnenuntergangs. Der Himmel leuchtet in allen Farben und so treibt es Mann und Maus aus den Hütten und Zelten und hinauf auf den Hügel.

Sonnenuntergang

Sunset

     22. Juli 2000

Auftanken und Abfahrt in Richtung Askja. Wir probieren mehrere Abfahrten am Myvatn, stehen aber immer wieder in Gehöften oder anderen Sackgassen. So fahren wir schließlich am Godafoss auf der 844 südwärts. Bei der Farm Storatunga verlieren wir letztmalig die Orientierung, um dann doch den richtigen Einstieg für die Parallelpiste zur Sprengisandur zu finden.

Anfänglich in Sichtweite des Aldeyjarfassparkplatzes auf der anderen Flussseite und immer entlang am Wasser queren wir tief eingeschnittene Sandwiesen, Lavafelder, Schotterstrecken, Grasabschnitte sowie den im Sandsturm liegenden Hrafnarbjargarfoss. Die Strecke ist einigermaßen gut zu fahren und nicht übermäßig schwierig. Der Verkehr hält sich ebenfalls in Grenzen- nur an einer Hütte im Niemandsland begegnen uns drei isländische Fahrzeuge. Wir stoppen am Eingang eines kleinen Tales mit Fluss auf einem Grasplatz und genießen das „Saturday Night Fever“ in der Pampa.

     23. Juli 2000

Sonne ist angesagt und wir hoppeln bergwärts bis auf knapp 800 m Höhe. Ein Aussichtspunkt erlaubt den Blick auf Askja, Herdubreid, Trolladyngja und die umliegenden Gletscher. Steinfelder, Sand und Lava der verschiedensten Art wechseln sich ab. Wir kreuzen die nördliche Gasavatnaleid und durchqueren mehrere Stricklavafelder. Es zeichnen sich die unterschiedlichsten Muster auf den teilweise losen Lavaplatten ab. Eine Kaffeepause mit „Lavapresso“ wechselt sich mit Fotosessions ab.

Am späteren Nachmittag verschwindet die Askja hinter einer Wand aus Sand- es stürmt am ganzen Horizont. Deshalb stoppen wir in respektvollem Abstand auf dicken Lavaplatten und bestaunen den Sandsturm aus der Ferne. Erst am späteren Abend treffen wir auf die ersten und letzten zwei Fahrzeuge des Tages. Gegen 23 Uhr geht die Sonne unter und errötet den Himmel.

     24. Juli 2000

Sonne pur und so verlassen wir unsere Lavaplatte. Wir schätzen den Abstand bis zur Askja auf etwa 40 Kilometer. Bereits nach kurzer Fahrt erreichen wir eine Felswand mit auserodierten Steinen, die sich auch zum Besteigen eignen.

Es wechseln sich Lava und Sandfelder ab. Wir passieren die Kreuzung zum Dyngjufjalladalur und eine Gasavatnaleidkreuzung. Nun sind es noch etwa 25 km hauptsächlich Sand und Tiefsand, worin die Fahrzeuge ohne Gas sofort steckenbleiben. Mit dem Unimog wollen wir zur Quelle Svarta und fahren etwas querfeldein.

In der Askja steigen die Wanderer mit Stöcken hinab in den Viti zum Baden und anschließenden Stinken. Wir gehen weiter zum See Öskjuvatn und ich bade knietief. Markus „übertreibt“ und springt in die kalten Fluten- brrrrrrrr ist das kalt. Der Askjaparkplatz liegt auf ca. 1100 m Höhe und ist komplett belegt. So machen wir uns auf zur Hütte.

Lange sitzen wir im Freien und besteigen den angrenzenden kleinen Berg. Die Sonne geht unter und erzeugt einen leicht farbigen Himmel. Wir treffen auf eine Gruppe Amis, Norweger und Isländer. Wir tagen noch etwas länger und genießen das Geräusch der neben uns im Zelt liegenden „Schnarchmaschine“.

     25. Juli 2000

Abfahrt in Richtung Nordosten. Auf gut geebneten Pisten überqueren wir die mächtig mit Wasser gefüllte Jökulsa und etwas später auch die Kreppa. Vor einem roten Berg Totalausfall des GPS. Das Hauptmassekabel am Natoknochen ist mal wieder abvibriert. Eine neue Klemme behebt das Problem und wir sind wieder mit der Welt- äh den Satelliten verbunden.

Mitten im Nichts biegen wir rechts ab in Richtung Gragasavatn. Eine gute Piste führt unter erbarmungsloser Sonne durch eine glattgebügelte, schwarze Sandwüste. Markus holt uns nach nochmaliger erfolgloser Sonnenbrillensuche an der Askja wieder ein und wir fahren gemeinsam weiter. Auf einer Anhöhe sieht man rechts den Graugänsesee und voraus einen kleinen, blauen See mit Snaefell im Hintergrund.

Bei Vesturdalslaekur finden wir keine warme Quelle , sondern nur Wasser das aus dem Boden drückt. Deshalb biegen wir wieder nach Norden ab und hoppeln auf der linken Seite der Abfahrt ins Laugarvalladalur entgegen. Auf der Wiese campieren bereits einige Isländer. Ich sitze in die Erdrinne und werde von den außenstehenden „Touristen“ beguckt. Außer mir robbt nur noch ein isländisches „Walross“ durch das heiße Nass.

     26. Juli 2000

Kleine Inspektion auf der Wiese. Abschmieren, einölen, Schrauben nachziehen, Regenabdeckung befestigen. Gegen 12 Uhr schrauben wir uns auf die rechte Talseite und fahren den Kamm entlang bis Bru. Wir folgen der mit reichlich brauner Brühe gefüllten Jökulsa bis zur Ringstrasse.

Bei bewölktem Himmel und nur noch 11 °C befahren wir die 925 / 944 / 94 bis zum Heradssandur. Nun wird es auch noch nebelig und wir verpassen fast die Einfahrt nach Bakkagerdi. Dieser 200 Seelen Ort liegt direkt am Meer, wo wir Nachschub bunkern. Die 946 führt wieder südwärts.

Fast auf Bestellung lichtet sich der Nebel und die Sonne scheint in einen Kranz aus schneeweißen Wolken. Die Piste steigt über 400 m an und man hat phantastische Aussichten auf Berge und Täler. Viele Motive müssen fotografiert werden. Zufällig zweigen wir in die falsche Richtung ab und stehen plötzlich in Husavik bei der Kirche am Meer. Wir wollen aber an den Lodmundarfjördur. Deshalb müssen wir einen weiteren, steil ansteigenden Berg auf  vielen Serpentinen queren. Kurz nach der Passhöhe sieht man hinunter auf die „Fjordkreuzung“ nach Seydisfjördur und den Dalatangi Leuchtturm. Wir bleiben bei phantastischer Aussicht auf der Kuppe und blicken ins Tal.

Auf dem Weg nach Husavik

On the way to Husavik

     27. Juli 2000

Um 8 Uhr sieht man die Norröna in den Fjord dampfen und so werden von Bergeshöhe einige Bilder geschossen. Anschließend rumpeln wir weiter nach unten und am Lodmundarfjördur entlang bis zu einer Farm mit Gästehaus am Ende des Fjordes.

Nun müssen die Fahrzeuge zurück über drei Pässe mit jeweils ca. 400 m Höhe, nur unterbrochen durch Wasserschöpfaktionen an einem Bach und Fotos an hellgrünen Moospolstern. Der letzte Pass liegt wiederum im Nebel  und wir fahren über Eidar bis nach Egilsstadir. Das neue Schwimmbad mit Supersprudler macht uns ziemlich müde und so schaffen wir es „gerade noch“ bis zum Campingplatz.

     28. Juli 2000

Wir verlassen Egilsstadir auf der Ringstrasse und steigen langsam auf 479 m Höhe an. An der Öxi wird gebaut und wir machen ein kleines Wettrennen mit einem holländischen Toyotabus. Dieser erlegt sich schließlich mit einem kapitalen Plattfuss selbst.

Das Breiddalur endet am Meer bei Breiddalsvik. Am Leuchtturm Streitishvarf legen wir eine kurze Kaffeepause ein. Dann geht es fjordaus- fjordein bis kurz hinter den Alftafjördur. Oberhalb eines kleinen Strandes mit Felsen fließt ein Bach ins Meer und bildet den Sammelpunkt für hunderte von Enten, die mal in „Zugform“ und mal kreisförmig im Meer tümpeln. Langsam kommt der Nebel.

     29. Juli 2000

Mehrere Busse halten an unserem Übernachtungsplatz und so trollen wir uns zurück auf die Ringstrasse. Wir passieren den Leuchtturm Hvalnesviti und erreichen schließlich die Einfahrt nach Lönsöraefi / Mulaskali.

Drei Gatter sind zu öffnen und dann folgt man in einiger Entfernung der Jökulsa i Loni. Mitten in einem breiten Tal ist der Fluss zu furten. Ein Isländer wartet und fährt dann doch voraus. Mit zu viel Schwung nimmt er die Furt und das Auto steht in einer riesigen Wasserdampfwolke. Das heißt aussteigen mitten im Fluss auf einer kleinen Insel und Motorhaube auf. Wir nähern uns dem Fahrzeug und dann startet er wiederum mit riesiger Qualmwolke.

Der Weg verschwindet in den Bergen. Auf enormen Steigungen erreicht man 717 m Höhe. Die Piste führt noch 5 km weiter und endet nach 26 km auf einem kleinen Parkplatz hoch über der Hütte Mulaskali. Der Rundumblick ist phantastisch. Auf extrem steilen und mit losem Geröll „gepflasterten“ Wegen rutschen wir ins Tal und an einem Seil bis zu einer Hängebrücke über den Fluss und zur Hütte.

Hier starten wir die kleine Bergumrundung zuerst immer am Hang entlang und dann hinauf zu einem hintergehbaren, kleinen Wasserfall mit Riesenfelsbrocken und grünen Moosflächen davor. Über die Bergkuppe erreicht man einen sehr steilen Abstieg auf  ständig nachrutschendem Geröll- es ist fast wie Skifahren. Rennend kommen wir an der Hütte und nach erneutem Aufstieg am Hanomag an. Ein kurzer Sonnenuntergang färbt den Himmel und dann kriecht und wabert der Nebel durch die Täler und bis zu unserem Standplatz.

     30. Juli 2000

Der Nebel in den Tälern lichtet sich nur sehr langsam, aber gegen 10 Uhr läßt sich die Sonne und der blaue Himmel blicken. Ein weiteres Mal wandern wir- diesmal mit Rucksack und wackeligen Knien den steilen Pfad um 150 Höhenmeter nach unten. An der Hütte biegen wir in Richtung Fluss ab und folgen diesem auf teilweise schmalen Wegen und durch Krüppelbirkenwäldchen.

Ein letzter Anstieg bringt uns auf 520 m Höhe und wir befinden uns auf der gegenüberliegenden Seite der Gletscherzunge Axarfellsjökull. Der Rückweg führt wiederum an einer Stelle mit herunterhängendem Seil an einem steilen Abhang vorbei. Die Sonne scheint erbarmungslos und der Boden staubt mächtig. Am Weg liegen immer wieder Kristalle inmitten von unendlich vielen Steinplatten. Ständig klappert es bei Schritt und Tritt.

Nach etwa sechs Stunden sind wir zurück an der Hütte und sehen Wanderer den steilen Kamm am gegenüberliegenden Hang herabrutschen. Nun sitzen wir vor der Hütte und füllen einen Fragebogen zur Errichtung von Wasserkraftwerken im Hochland aus. Die Hütte selbst ist innen urgemütlich mit Holz eingerichtet. Eine Übernachtung in den schiffskabinenähnlichen Kojen kostet 1200 IKR. Nach einer weiteren Stunde und dem letzten Anstieg haben wir den Hano endlich erreicht.

     31. Juli 2000

Auch heute muß die Sonne den Nebel auf den umliegenden Bergen zuuerst „auffressen“, aber dann ist die Aussicht von unserem Standplatz phantastisch. Wir erklimmen- diesmal mit Motorkraft- schwindelnde Höhen und der höchste Punkt zählt wiederum 717 Höhenmeter. Von hier sieht man den in einiger Entfernung stehenden und mit 1833 m Höhe alles beherrschenden Snaefell.

Der Abstieg ins Tal der Loni geschieht nur sehr langsam und teilweise im ersten Gang mit Allrad, nur unterbrochen durch den offiziellen Loni Bus, der mit leichtem Defekt mitten auf der Piste steht. Im Tal angekommen queren wir die Loni flussabwärts, wobei die Wassertiefe etwa 90 cm erreicht und unser Wohnzimmer leicht flutet. Dies schreckt zwei wartende Touristenautos von der Querung ab und wir fahren weiter bis zur Talausfahrt.

Die Ringstrasse bringt uns schnell zum Schwimmbad in Höfn. Nach knapp zwei Stunden bin ich völlig fertig von dem etwa 40 °C warmen Sitzbecken mit eingebautem Sprudler. Nach weiteren 70 Ringstrassenkilometern steht man vor dem Eisseee Jökulsarlon. Bei gigantischem Licht wird der mit Eisbergen übersäte See in alle Richtungen fotografiert. Es zeigen sich Unmengen Seeschwalben, die mit lautem Gezeter den See belegen, sowie ein Schwarm Enten und eine neugierige Robbe. Als Standplatz nehmen wir die Stelle zwischen Strasse und See ein.

     1. August 2000

Morgens ist es noch etwas bewölkt, aber die Sonne verschafft sich bald Platz. Wir laufen um den See und fotografieren „ein bißchen“. Bus auf Bus wird an der Lagune entleert. Die drei Amphibienfahrzeuge sind in ständigem Einsatz. Wir entschließen uns ebenfalls für eine Fahrt zwischen den Eisbergen. Mit einer Gruppe Schweizer tuckern wir für 1500 IKR hinaus auf den See. Mittendrin wird gestoppt und es werden einige Fakten geliefert.

Die Lagune ist etwa 200 m tief. Der kalbende Gletscher zieht sich pro Jahr etwa 100 m zurück. Unter dem Gletscher befindet sich ein ca. 20 km langer Fjord, der an der tiefsten Stelle etwa 300 m unter dem Meeresspiegel liegt. Große Eisberge verbleiben bis zu acht Jahre im See, der von Lachsen, Forellen, Heringen und Robben bevölkert wird.

Auf der Ringstrasse kommen wir an Skaftafell, Kirkjubaerklaustur und der moosbewachsenen Eldhraun vorbei. Die 209 führt parallel zur Ringstrasse wieder etwas zurück und dann auf den Öldufelleid. Mehrere Brücken queren die mit viel Wasser gefüllte Leira. Über gut befahrbare Pisten erreicht man den Wasserfall Holmsarfoss und schließlich den Berg Öldufell mit davor liegendem Wasserfall und Unmengen Wasserwegen, die sich hier kreuzen. Das Wasser fließt in alle Richtungen- wir sind umzingelt.

     2. August 2000

Die Wasserkreuzung Öldufellaekur führt jede Menge Wasser, das aus allen Richtungen hier zusammenkommt. Die Ränder sind mit hellgrünen Moosen bewachsen.

Einige Kilometer weiter befindet sich rechts der Piste ein etwa 30 m unterhalb der Strecke gelegenes Tal mit Wasserquellen. Auch hier wachsen viele grüne Moose an den diversen Wasserläufen vor schwarzen Sanddünen und weißen Schneeflecken.

Bei etwas diesigem Himmel passieren wir im Sandur den Berg Maelifell und links der Piste den Myrdalsjökull. Am Ende der Sandstrecke rumpelt man durch ein kurzes Blocklavafeld und erreicht dann die Kreuzung mit Fußgängerbrücke zum Alftavatn. In der Durchfahrt zum nächsten Tal liegt noch Schnee. Vor dem Laufafell fährt man längere Zeit in Längsrichtung durch einen Fluss und erreicht schließlich ein älteres Lavafeld mit Flüsschen.

Eine Gruppe Franzosen wartet auf ihr Verpflegungszelt, das dann auch gefunden wird und die ganze Mannschaft wird auf dem Dach oder den Trittbrettern mit dem dazugehörigen Landi dorthin verfrachtet.

Flussquerung

River crossing

     3. August 2000

Sonne im Lavafeld. An der Hrafntinnuskerkreuzung liegen zwei kleine Schneefelder mit aschebedeckten, kleinen Bergspitzen. Im Sucher der Kamera sieht es aus wie Kunst. Wir nehmen die westliche Route und umfahren ein bergab liegendes Schneefeld. Eine weitere Piste biegt links ab und verzweigt sich noch mehrfach. Kurzzeitig hat man das Ziel im Visier- die Piste führt in Richtung Hekla.

Es wird zusehends nebeliger. Schließlich mündet die Piste an einem mächtigen Lavafeld in einer T-Kreuzung. Linkerhand stehen mehrere Zelte, die teilweise an den Lavabrocken festgebunden wurden. Eine englische Gruppe campiert an den Ausläufern der 91 er Hekla Eruption.

Wir nehmen den rechten Teil der Strecke in Richtung Norden. Im völligen Nebel irren wir weiter. Schließlich kommt man in einem weiteren Lavafeld zurück auf die in der Karte verzeichnete Hauptpiste. Einige steile Steigungen und man biegt ab auf den Landmannaleid. Doch Stop- was ist dort rechts oben? Es ist der am Berg hängende Raudufossar. Ein Fußmarsch schließt sich an und er ist erreicht. Blauer Himmel, rote Felswand, weisses Wasser, grünes Moos und schwarzweisser Schnee- eine wahre Farborgie. Ein dickes Schneefeld mit Wasserhöhlen liegt vor dem Wasserfall und kann vorsichtig bestiegen werden.

Der Rest der Strecke bringt uns ins allseits beliebte Landmannalaugar. Der Pool ist voll besetzt und alles drängt sich um die warmen Plätze. Der wärmste Platz ist jedoch im Hanomag und so werden die Außenstehenden von innen beobachtet.

Raudufossar

     4. August 2000

Bye bye Landmannalaugar. Auf jeder Menge Wellblech verlassen wir die Badeinsel und treffen unterwegs auf einen alten Hanomag Henschel F66. Selbst Sigalda wird ohne Panne passiert. Wir umrunden den See Hrauneyjalon zur Hälfte und treffen kurzfristig auf eine Asphaltstrasse. Die Piste führt an einer Sandgewinnungsanlage kurz vor der Tungnaa vorbei und schließlich durch die zwei Flussarme hindurch.

Leicht bergan verirren wir uns im aufkommenden Nebel bei Sichtweiten unter 50 m. Das GPS befiehlt „umkehren“. Bei zwei weiteren Kreuzungen folgen wir den grünen Pfeilen. Die letzten befahrbaren Meter führen nach unten durch eine ausgewaschene und löchrige Piste. Ein kleiner Parkplatz neben einer Minihütte mit Solaranlage befindet sich hoch über der Schlucht der Tjorsa und gibt endlich den Blick frei auf den etwa einen Kilometer entfernten Wasserfall Dynkur.

Wir wandern auf dem Kamm in tief eingelaufenen „sheep tracks“ bis zum Fall und hinunter ans Wasser. Viele einzelne Miniwasserfälle bilden das Gesamtkunstwerk. Zurück am Hano regnet es leicht und ich fahre vorsichtshalber den Berg hinauf in den Nebel und bis zur Asphaltstrasse.

Die F26 führt vorbei an einem Containerdorf mit Tankstelle und mehreren Kraftwerken bis zum Parkplatz beim alten Gehöft Stöng.

     5. August 2000

Im Gehöft Stöng- unter neuzeitlichem Dach- sieht man ein paar „alte Steine“, die die Grundmauern einer frühen Ansiedlung darstellen. Eine kurze Fahrt bringt uns nach Gjain- der kleinen Oase mit allerlei Wasserläufen, Wasserfällen, Lavahöhlen und jeder Menge Fotomotiven. Einige kleine Brücken sind verschwunden und so queren wir in Badelatschen einen der eiskalten Bäche um an die Motive auf der anderen Seite zu gelangen.

Nach dem Wiederaufstieg aus dem Minital rumpeln wir weiter bis zur Oberkante des Haifoss, der zusammen mit einem weiteren Wasserfall in einen dort beginnenden Canyon stürzt. Es ist eiskalt im heftig blasenden Wind. Die „Fosstour“ geht weiter und auf der Hauptstrasse zweigt der Weg an den Hjalparfoss ab. Dieser zweiarmige Wasserfall ist sehr schön mit Basaltformationen umstanden und das Wasser stürzt in einen davor liegenden Pool. Ein Angler angelt, aber er fängt nichts. Wir warten auf die Sonne, aber sie kommt nicht.

Das Schwimmbad in Reykholt ist sehr stark frequentiert und so rasen wir auf der 32 / 30 und der Ringstrasse bei nun heftigem Sonnenschein bis nach Hella. Dort parken wir auf dem örtlichen Campingplatz mit Superwiese und Sonnenuntergang.

     6. August 2000

Die Sonne scheint heftigst, aber im Schatten ist es noch etwas kühl. In respektvollem Abstand zeigt sich nun die Hekla völlig unbewölkt. Betriebsstoffe werden gebunkert und dann gehen wir nach zweistündiger Wartezeit ins Schwimmbad mit Sprudler und Dampfbad.

Mittelmäßig fertig starten wir gegen 15 Uhr durch in Richtung Thorsmörk. Es ist sehr viel Verkehr auf der Ringstrasse und auch der Seljalandsfoss ist stark umlagert. Die Piste ins Tal scheppert gewaltig und wir werden von einem Bergungsfahrzeug überholt, das schließlich einen hinter einem Fluss am Wegesrand geparkten österreichischen VW Syncro auflädt. Die Krossa führt weniger Wasser als erwartet und so furten wir und übernachten am Fluss.

     7. August 2000

Am Ende des Tales beginnen viele Wanderwege. Zuerst klettert man über eine Holzbrücke und erreicht einen großen, am Hang befindlichen Steinbogen. Nach einer weiteren Holzbrücke steigt der Weg ständig an und verläuft in einem kleinen Tal. Vom höchsten Punkt sieht man mehrere Gletscherzungen, die man nach einem steilen Abstieg auch teilweise erreicht.

Vor einem schwarzen Gletscher liegen Unmengen Geröll- auch der Tungnakvislarjökull ist auf dem Rückzug. Eine kurze Fahrt durch das Thorsmörktal und man steht vor dem kleinen See des hier herabfließenden Gletschers.

Eine Parade italienischer Fahrzeuge steht in Reih und Glied zum Fototermin am See. Der Weg zum Gletscher ist einfach und er ist auch gut zu besteigen. Noch immer liegen viele Trümmer eines abgestürzten Flugzeuges auf dem Eis und der Seitenmoräne. Viele Beeren sind reif und so schleichen wir in gebückter Haltung zurück zum Hano am See.

     8. August 2000

Es ist Zeit, das Tal zu verlassen. Ein letzter Stop wird am Seljalandsfoss eingelegt. Beim Hintergehen wird man ganz schön nassgemacht. Wir schließen uns der Ringstrassenkarawane an und fahren in Richtung Reykjavik.

In Hveragerdi landen mehrere Busse und die Insassen strömen kreuz und quer durch den Garten Eden. Auf der ca. 300 m hohen Hellisheidi stehen wir wiederum im Nebel, der sich erst kurz vor den Toren Reykjaviks auflöst.

Gegenüber des Parlaments besuchen wir ein Internetcafe und nehmen Kontakt mit der Welt auf. Eine Pizza und ein Pint im Irish Pub Dubliner und die Zivilisation ist endgültig erreicht. Am Abend treffen wir auf dem Campingplatz auf einen weltreisenden australischen BMW Fahrer und einen Jawa Piloten aus Weissrussland.

     9. August 2000

Reykjavik. Nach dem Bad laufen wir mehrfach kreuz und quer durch die Stadt und dieser Beschäftigung scheinen noch viele andere Touristen nachzugehen- es wimmelt nur so von Leuten aus aller Herren Länder.

Unser altes Brot wird am See an Enten, Gänse, Möwen und Stare verfüttert. Im Dubliner verhaften wir noch ein Bierchen und auf dem Campingplatz treffe ich einige Bekannte.

     10. August 2000

Abschlußinspektion bei bestem Wetter. Umbau auf Strassenbetrieb, abschmieren, Auspuff befestigen und und und. Ein Bekannter aus früheren Jahren trifft auf dem Campingplatz ein und wir unterhalten uns längere Zeit. Gegen 13 Uhr fahren wir ab in Richtung Keflavik. Ein Zwischenstop bringt uns an die Mitte 1999 neueröffnete blaue Lagune. Ein riesiger Parkplatz liegt mitten in einem Lavafeld und ein schmaler, ausgegrabener Gang führt in das große, neu erbaute Gebäude. Für 700 IKR kann man sich bis zu drei Stunden im milchigtrüben Wasser vergnügen bei unterschiedlichsten Wassertemperaturen und Wassertiefen. Aus Kübeln kann Schlamm entnommen und auf die Haut geschmiert werden- viele „Bleichgesichter“ sitzen so verschönt in der Sonne und warten bis die Pampe trocknet. Unter der Lava befindet sich weiterhin eine kleine „natürliche“ Dampfgrotte, die reichlich Zuspruch findet. Zurück in der Eingangshalle kann gegessen, gekauft und beobachtet werden.

Wir fahren über Grindavik und durch Seeschwalbengebiet an die Küste zum Leuchtturm Reykjanesviti.

     11. / 12. August 2000

Die Nacht war begleitet von Sturm und dem Geschrei der Seeschwalben. Vom Leuchtturm zum Flughafen benötigen wir 40 Minuten. Die ganze Eingangshalle ist voll mit Leuten- Computerausfall und so werden die Tickets per Hand ausgefüllt. Mit etwas Verspätung verläßt Brit´s Flieger Island in Richtung Oslo. Ich zuckle zurück auf den Campingplatz in Reykjavik und nach der problemlosen Abgabe des Hanomag an Tor 2 bei Eimskip marschiere ich mit Rucksack in die Stadt.

Schließlich lande ich wiederum im Dubliner und dann mit dem Flybus in Keflavik. Um 1.30 Uhr hebt das Flugzeug ab und um 6.25 Uhr deutscher Zeit landen wir in Düsseldorf. Lutz holt mich am Flughafen ab und nach Kaffee bei Jürgen und Renate düse ich heimwärts nach Neuhaus.

 

24.12.2003